DER GRANATAPFEL (Punica Granatum)

Der Herbst ist geradezu der Bote der Erntezeit für eine der ältesten der Welt geläufigen Frucht, die aber zugleich auch über eine reichhaltige Geschichte und Folklore verfügt. DER GRANATAPFEL.  Um den Granatapfel essen zu können sollte er in der Mitte halbiert werden. Wenn Sie eine Handvoll Granatapfelkerne aus hunderten von Kernen in den Mund nehmen, erfahren Sie einen reichen, aromatisch  süßen   (manchmal auch saueren)    und

erfrischenden Geschmack.  Diesen saftigen Geschmack, kann man sowohl in Gerichten und Desserts, als auch in Getränken und Soßen oder als Garnierung verwenden oder frisch verzehren.   Der Granatapfel, der seit Adam und Eva in der Menschheitsgeschichte nahezu in allen Kulturen ganz wichtige Symbolrollen übernahm, verdiente - ohne jeden Zweifel - die ihm zugeschriebene Bedeutung.  Im Alten Ägypten z.B. legte man einen Granatapfel als Grabbeigabe mit ins Grab, in der Hoffnung, dadurch die Wiedergeburt des Verstorbenen ermöglichen zu können.  Bei den Hethitern galt er als eine der drei heiligsten Nahrungsmitteln (Trauben, Weizen und Granatapfel) des Agrargottes.  Die Chinesen bewirteten Ihre Hochzeitsgäste mit gezuckerten Granatapfelkernen.  In China galt der Granatapfel wegen seiner vielen Kerne außerdem als Symbol für Fruchtbarkeit und Kinderreichtum, weshalb die Fruchtkerne auf dem Boden zerstreut wurden.  Der Granatapfel wird auch in den Hadithen (Überlieferungen über Mohammed: Über seine Anweisungen, nachahmenswerte Handlungen, Billigungen von Handlungen Dritter, Empfehlungen und vor allen Dingen Verbote und religiös-moralische Warnungen, die im Koran als solche nicht enthalten sind) gelobt:  „Jeder Granatapfelkern enthält einen Wassertropfen aus dem Himmel“ - „Isst die Granatapfelkerne mit ihren Membranen zusammen, da diese den Magen reinigen" so Mohammed.  

 


PFLANZENART:  


Es sind mit ihrer zwei bis fünf Metern Größe, kleinwüchsige Bäumchen, die in den Monaten Juni-Juli rote Blüten bekommen. Ihre Stämme sind ungleichmäßig. Die Blätter stehen sich gegenseitig sind kurzstänglig und rotkantig. Die Blüten sind zum Teil ohne Stängel, stehen einzeln oder zu mehreren zusammen. Ihre Kelchblätter sind rot, fleischig und  nicht  abfallend.   Er    trägt

kugelförmige, anfangs grüne, in der Reifezeit orangerote fleischige Früchte, die eine Vielzahl an Samen enthalten und eine lederige Schale haben. Verzehrt wird das saftige Fruchtfleisch, das die Samen umhüllt. Innerhalb einer Frucht befinden sich im Durchschnitt 840 Samen. Eine papierartige Membran trennt die Fruchtkerne, die von einer Haut umhüllt sind, zentral von der Fruchtmitte weg in kleine Gruppen. Der bittere Geschmack des Granatapfels ist auf diese Membran zurückzuführen. Tiefer in der Fruchtzentrale liegenden Membrane sind aufgrund ihres hohen Tanningehalts ungenießbar. Sie sind jedoch bei der Hautreinigung sehr nützlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


ANWENDUNGSGEBIETE 


Die Pflanzensamen können als Frucht verzehrt werden. Der Baumstamm, Wurzeln, Zweigrinden und die Fruchtschale finden in der Medizin Anwendung. Die Wurzel- und Stammrinden enthalten Tannin, Stärke und Alkaloiden (Pelletierin). Die Granatapfelfrucht-Schale enthält Tannin, Triterpene und einen geringen Anteil an Alkaloiden. Die Rinde des Granatapfelbaums wird schon von jeher insbesondere gegen Bandwürmer (Tenias) eingesetzt. Man sollte jedoch vorsichtig damit umgehen, weil sie zu Vergiftungen führen kann. Man kann die Fruchtschale auch als (15 %igen) Tee gegen Durchfall verwenden.  Der  Granatapfel  ist  auch
bei Herzklopfen hilfreich. Verstärkt den Magen. Zusammen mit der Fruchtschale gepresster Fruchtfleischsaft stärkt die Galle und wirkt einer Durchfallerkrankung entgegen.

 

 

 

 

 

 

 

 


NUTZEN


Die Granatapfelfrüchte enthalten Antioxidantien mit Antikrebswirkung. Antioxidantien schützen vor Oxidationen. Sie schützen unsere Körperzellen vor Oxidationen, indem sie sich selbst opfern. Dabei erhöhen sie die Anzahl einiger Enzyme in unserem Körper, wodurch sie eine weitere Stärkung unseres Abwehrsystems bewirken. Enthält genauso viel Antioxidantien, wie 1 Glas Granatapfelsaft, 2 Gläser Rotwein, 10 Tassen Grüntee und 4 Gläser Kornelkirschensaft. Die Granatapfelfrucht enthält außerdem noch Vitamin C, Eisen und Kalium. Nach den vorliegenden Erforschungen enthält der Granatapfel diverse Vitamine, Mineralien, Enzyme und Antioxidantien, die den freien Radikalen kräftig entgegen wirken. Beim Kampf gegen die freien Radikalen ist der beste Weg, dem man folgen sollte ist, dass man diese Antioxidantien erst kennenlernt, die richtigen Nahrungsmittel auswählt und dadurch die Wirksamkeit der Antioxidantien auf einem Höchstniveau hält. Die stärksten Antioxidantien, die man heute kennt, sind: Die Vitamine C und E, die Gluthation, das Lutein, die Keranoiden, die Flavonoiden, das Coenzym Q-10, die Alpha-Lipoiksäure und das Selen. Es ist durch mehrere Forschungsarbeiten nachgewiesen worden, dass der Granatapfel je nach seinem Mikronahrungsgehalt, den Körper und das Herz stärkt, harn- und wurmtreibend wirkt, die Blutproduktion fördert, Energien liefert, den Blutdruck senkt, Durchfälle stoppt und Nasenpolypen entgegenwirkt. Es laufen zur Zeit mehrere wissenschaftliche Forschungsarbeiten über die Nutzen des Granatapfels. Und die Ärzte raten in den kalten Wintermonaten reichlich Granatapfel zu verzehren, in denen wir durch Infektionskrankheiten ganz besonders gefährdet sind.


BEI DER AUSWAHL

Die Früchte, die eine gelb-orangene bis dunkelrötlich-violettene Schalen haben, sind etwa so groß wie eine Orange. Auf den Märkten werden sie in 4 Hauptgrößen angeboten. Und zwar kleine Früchte zwischen 150 - 200 gr. mittelgroße 201 - 300 gr. große 301 - 400 gr. und die ganz großen über 401 gr. Obwohl zwischen den Größen keine Geschmacksunterschiede gibt, sollte man die kleinen Früchte bevorzugen, wenn man

sie über einen längeren Zeitraum aufbewahren möchte. Außerdem verrät Ihnen das Gewicht der Frucht die Saftigkeit. Wenn Ihnen das Gewicht der Frucht, im Verhältnis zu ihrer Größe schwerer vorkommen sollte, als Sie sie in die Hand nehmen, ist dieser Zustand ein Zeichen dafür, dass die Frucht saftiger ist als üblich. Sie sollten darauf achten, dass die Frucht auf ihrer Oberfläche keine Schnittwunden, die länger als ihr Mittelfinger sind und keine Verdunkelungen aufweist, die als Sonnenbrände bezeichnet werden. Denn die Fruchtkerne hinter diesen so genannten Sonnenbrandflächen erröten nicht, sondern bleiben weiß.

AUFBEWAHRUNG:


Die Granatapfelfrüchte, die für geschäftliche Zwecke gedacht sind, sollten noch vor ihrer Ausreifung geerntet werden, da schon geerntete Früchte nicht nachreifen, d.h. ihre Zuckerproduktion einstellen.    Deshalb hat es mit der Qualität der Supermärkte nichts zu tun, wenn wir in diesen keine ausgereiften Früchte angeboten bekommen!  Der Granatapfel kann in ungeschältem Zustand, in einem relativ kühlen und trockenen Raum, ca. 1 Monat, und 2 Monate lang im Kühlschrank aufbewahrt werden.  Die Fruchtkerne können in einem luftdichten Tiefkühlbeutel 1 Jahr lang in der Tiefkühltruhe aufbewahrt   werden.   Sie   sollten    aber   nicht

vergessen, dass aufgetaute Früchtekerne innerhalb von 2 – 3 Tagen verbraucht werden müssen! 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 



VORBEREITUNG

In den nächsten Zeilen möchten wir Ihnen noch gerne einpaar Tipps für die Vorbereitung der Frucht geben, wovon wir überzeugt sind, dass Sie sie sehr nützlich finden werden. Aus einer mittelgroßen (201 – 300) Granatapfel erhält man ca. eine halbe Schale voll, sogar einbisschen mehr Früchtekerne. Die Saftmenge, die Sie davon erhalten wird eine halbe Schale nicht überschreiten. Wir raten Ihnen davon ab, bei der Vorbereitung des Granatapfels (schneiden, aufbewahren usw.), keine Messer oder kein Kochgeschirr aus Aluminium oder  Karbonstahl  zu  benutzen,

da diese den Geschmack des Granatapfelsafts verbittern. Scheiden Sie beim schälen zuerst die Fruchtkrone ab und stechen dann einen Teil in Richtung Fruchtbauch vorsichtig und ohne die Samen zu verletzen heraus. Dann ritzen Sie die Außenschale mit einem scharfen Messer so ein, al ob Sie die Frucht in vier gleichgroße Teile zerlegen wollten. Sie können jetzt jedes Viertel (Außenschale) ganz langsam abziehen. Dabei müssen Sie darauf achten, dass Ihr Daumen auf dem Fruchtbauch liegt. Sie können jetzt die Kerne herausholen, indem Sie auch die papierartige weiße Schale ganz langsam schälen und die Haut umkehren. Dabei sollten Sie auch eine entsprechend große Auffangschale nehmen, damit ein Umherfallen der Kerne vermieden werden kann. Durch diese Schälmethode kann eine Verletzung an den Fruchtkernen vermieden werden. Guten Appetit.

 

 

WISSENSCHAFTLICHE KLASSIFIZIERUN

Wissenschaftlicher name : Plantea
Abteilung : Magnoliophyta
Klasse : Magnoliopsida
Ordnung : Myrtales
Familie : Lythraceae
Gattung : Punica, P.Granatum